#01 Zeitgenössische Kunst in Teheran

#01 Zeitgenössische Kunst aus Teheran zeigt Videoarbeiten, Animationen und Studiofilme von Hamed Sahihi, Parastou Forouhar, Haleh Anvari, Leily Derakhshani, Samira Eskandarfar, Iman Afsarian und Rozita Sharafjahan. Die künstlerischen Arbeiten werden in Kürze von Interviews, einem Gallery Hopping und weiteren Video Essays begleitet. Vier Künstlerinnen und Künstler fügen #01 Zeichnungen, Objekte und Werkreihen hinzu, die auf dem Collector's Store zu erwerben sind.

 

Hamed Sahihi

Hamed Sahihis neue Stop-Motion Filme schaffen unheimliche Situationen zwischen in sich versunkenen Figuren, seltsamen Wesen und Dingen. Doch die Szenen lassen die Spannung nicht ansteigen, sondern stauen sich  nach wenigen Sekunden zurück, wie die Endlosschlaufe einer lächerlich-irrationalen Angst, deren bizarren Auswüchse uns vertraut vorkommen.

Mehr lesen

 

Parastou Forouhar

Die Künstlerin hat für Treibsand #01 erstmals eine Animation aus ihrer Zeichnungs-Serie Papillon Collection entwickelt. In der persischen Lyrik ist der Schmetterling eine Metapher für den schönen, aber flüchtigen Moment. Er steht aber auch für die Idee der Selbstopferung, und so ist die Figur des Schmetterlings bezaubernd und tragisch zugleich.

Mehr lesen →

 

Iman Afsarian

Dieser Film wurde an einem Sonntagvormittag im Januar 2016 im Atelier des Künstlers aufgenommen, als das Licht so warm wie in seinen Gemälden war. Immer wieder malt der Künstler Details aus dem eigenen Zuhause, einem charakteristischen Teheraner Stadthaus, um die zerrinnende Zeit einzufangen.

Mehr lesen

 

Haleh Anvari

Iranians are an ancient people with ancient habits. Amongst these habits is our abhorrence of direct speech. We Iranians simply can't say what we mean in a straightforward, unblemished, unadulterated way. Our speech is flowery and convoluted with many twists and turns of etiquette and poetry that have become standard utterances.

Mehr lesen

 

Samira Eskandarfar

Eine junge Frau liegt vollständig angezogen im Wasser ihrer Badewanne ausgestreckt und starrt an die Decke, als hätte sie eine Vision. Am nächsten Tag sitzt sie allein in einer schattigen Ecke und raucht. Aus dem Off hören wir ihre Gedanken zu, die darüber spekulieren, so schlecht zu sein und damit so furchtlos, dass sich das Schlechte in das Gute verwandelt.

Mehr lesen

 

Leily Derakhshani

Der Film ist eine Hommage an iranischen Sängerinnen aller Zeiten. Seit der Antike weiss man von ihnen. Doch ist es Frauen seit 1979, dem Jahr der Islamischen Revolution, verboten, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Die Gemälde der Künstlerin sind von Natur aus stumm, doch portraitieren sie berühmte Künstlerinnen, die in der Animation plötzlich zu singen anheben.

Mehr lesen

 

Rozita Sharafjahan

It deprived me of the Song ist ein Found-Footage-Film. Er besteht aus Hunderten Sequenzen von iranischen Spielfilmen der Jahre 1967 bis 1981, die in der Regierungszeit unter Schah Mohammad Reza und Schahbana Farah Pahlavi produziert wurden. Einige von ihnen, etwa Gheysar (1970), Ragbar (1973), Gavazn-ha (1975) und Dayere M (1975), besitzen Kultstatus.

Mehr lesen